Wie viel Ostern steckt im Namen der Einheitsgemeinde Osterburg? Jedes Jahr aufs Neue fragen sich Menschen, ob unser Name etwas damit zu tun hat. Oder wo der Name Osterburg seinen Ursprung hat. So wie Altmark-Reporterin Carina Emig in der MDR Sachsen-Anhalt Radio Morgenshow – und zwar Einheimische. Gewusst hat es niemand. Und nein! Bei uns wohnt nicht der Osterhase in seiner Burg? Mit dem Fantasietier haben wir nichts zu tun. Der Name unserer Stadt leitet sich von der Lage einer Burgab, welche die östlichste einer ganzen Burgenlinie entlang von Milde und Biese war. Das ist sogar historisch belegt. Im Foyer des Rathauses ist ein Eichenbalken dieser alten Burg ausgestellt. Dendrologen konnten nachweisen, dass er um das Jahr 960 geschlagen wurde. Das war die Zeit von König Otto I, dem späteren Kaiser Otto der Große. Vielleicht hat Otto sogar den Anstoß zum Burgenbau gegeben, bevor er sich nach Rom zur Kaiserkrönung aufmachte. Wer weiß?!
Apropos Ortsnamen Die Arbeiten am 140-seitigen "Ortsnamenbuch Osterburg" sind nun abgeschlossen und liegen für 12 Euro druckreif zum Verkauf in der Stadt- und Kreisbibliothek vor. Öffnungszeiten: Montag & Dienstag, 9 - 16 Uhr | Donnerstag, 9 - 18 Uhr | Freitag, 9 - 15 Uhr | Mittwoch geschlossen. Wenn das kein passendes Ostergeschenk ist…
Bürgermeister Nico Schulz im Vorwort „Ortsnamenbuch Osterburg“: „Jeder Name bedeutet etwas. Und Onomastik ist die Wissenschaft dahinter. Die Wissenschaft der Namen. Mich fasziniert das Thema; von klein auf. Warum? Ganz einfach: Hinter jedem Namen, in dem Fall Ortsnamen, verbirgt sich eine Geschichte. Eine Entstehungsgeschichte. Und viel mehr als das. Denn nicht nur die Geschichte des jeweiligen Ortes lässt sich aus den Namen ableiten. Sie geben auch die Geschichte der Besiedlung einer ganzen Region wieder. Und diese ist bei uns in der Altmark aufgrund der wechselhaften Grenzlage zwischen germanischen Stammesgebieten (Sachsen und Thüringer) und den Elbslawen äußerst spannend. Aber auch verwirrend. Verwirrend im Sinne von erstaunlich, beeindruckend, überraschend – oftmals mit dem Untertitel „Wer hätte das gedacht“. Solche Aha-Momente, liebe Leserinnen und Leser, erwarten Sie auf den folgenden Seiten. Tauchen Sie mit dem renommierten Namensforscher Prof. Dr. Jürgen Udolph in die Geschichte der Ortsnamen unserer Einheitsgemeinde ab. Er hat die Onomastik deutschlandweit populär gemacht; ist gern gesehener Gast in Funk und Fernsehen. Ich lade Sie herzlich ein, unsere Heimat aus einer ganz anderen Perspektive kennen zu lernen. Was heißt aus einer… Aber wie wäre es hiermit? Manche haben ein Drei-Länder-Eck oder auch ein Drei-Flüsse-Eck. Die Altmark hat einen Drei-Namen-Fluss: Milde (Oberlauf; Quelle nahe Letzlingen). Biese (Mittellauf; ab Mehrin). Aland (Unterlauf; ab Seehausen bis Einmündung in die Elbe). Drei Bezeichnungen für einen 100 Kilometer langen Wasserlauf. Warum das so ist, lässt sich namensgeschichtlich gut ableiten. Doch zu den dahinterstehenden Bedeutungen wie „Dahinströmen“ oder „Inselland“ im Innenteil mehr. Bemerkenswert dabei ist aus heutiger Sicht nicht nur, WIE dieser Wasserlauf zu drei Namen kam, sondern DASS es so bleiben konnte, die Jahrhunderte überdauerte, wo sich üblicherweise im Laufe der Zeit ein Name durchgesetzt hat. Die Altmärker sind halt eigenwillig und wie heißt es so schön? Aller guten Dinge sind drei."
Ostermarkt mit Musik, Handwerk & Puppentheater
Zum 32. Mal lädt am Karsamstag, den 4. April 2026 der traditionsreiche Osterburger Ostermarkt in die altmärkische Hansestadt. Erneut organisiert das Team des Kreismuseums Osterburg ein buntes Angebot mit Rahmenprogramm in der Zeit von 10 bis 17 Uhr auf dem Gelände der Kreisvolkshochschule und Kreismusikschule „Ferdinand Vogel“ (Bahnhofstraße 3, 39606 Hansestadt Osterburg). In gewohnter Weise – bei Unterhaltung, Speis und Trank – kann regionales Handwerk erworben werden. > mehr Infos zum Ostermarkt-Programm 2026 in Osterburg etc.






